Burnout-Prävention
Fürsorglichkeit macht später auch Selbstfürsorge
Drei Ebenen der Prävention
1. Primärprävention – bevor es beginnt
Ziel ist es, Burnout gar nicht erst entstehen zu lassen. Das bedeutet: frühzeitig auf Warnsignale achten, eine gesunde Work-Life-Balance pflegen und Risikofaktoren in der eigenen Persönlichkeit und im Arbeitsumfeld kennen.
2. Sekundärprävention – bei ersten Anzeichen
Wenn erste Anzeichen auftreten (anhaltende Erschöpfung, zunehmende Gereiztheit, Schlafprobleme), ist sofortiges Handeln gefragt. In dieser Phase sind die Chancen für eine rasche Erholung am besten – und der Aufwand am geringsten.
3. Tertiärprävention – Rückfallprävention
Nach einer Erschöpfungsepisode geht es darum, einen Rückfall zu verhindern. Das erfordert tiefergehende Arbeit an den Ursachen – warum bin ich in die Erschöpfung geraten? Was muss ich in meinem Leben verändern?
Frühe Warnsignale erkennen
Führen Sie kurze Selbstcheck-Runden durch: Wie geht es mir diese Woche? Schlafe ich gut? Freue ich mich noch auf etwas? Kann ich auch mal lachen? Wenn mehrere dieser Fragen längere Zeit negativ beantwortet werden, ist es Zeit zu handeln.
Konkrete Präventionsmaßnahmen
- Klare Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit ziehen – und einhalten
- Regelmäßige Erholungspausen einplanen – nicht nur Jahresurlaub
- Soziale Kontakte pflegen – Isolation ist ein Risikofaktor
- Körperliche Aktivität als festen Bestandteil des Alltags
- Die eigenen “Antreiber” kennen – Was treibt mich zu Überleistung?
- “Nein” sagen lernen – zu Aufgaben, aber auch zu Erwartungen an sich selbst
- Professionelle Unterstützung frühzeitig suchen – Therapie ist keine Schwäche
Mehr zu den persönlichen Antreibern finden Sie unter Burnout Fallen und Schutzfaktoren.