Dieser Test ist kein diagnostisches Instrument. Er
kann Ihnen helfen, eine erste Einschätzung zu bekommen, ob Sie
möglicherweise von Erschöpfung betroffen sind. Für eine verlässliche
Einschätzung brauchen Sie das Gespräch mit einem Fachmann oder einer
Fachfrau.
Fragen zur Selbstreflexion
Beantworten Sie die folgenden Fragen ehrlich für sich – nicht wie Sie denken, dass man antworten “sollte”:
1.Fühlen Sie sich morgens bereits erschöpft, noch bevor der Tag richtig begonnen hat?
2.Haben Sie das Gefühl, egal was Sie tun – es reicht nie?
3.Machen Sie Dinge, die Ihnen früher Freude gemacht haben, kaum noch?
4.Ziehen Sie sich zunehmend von Freunden und Familie zurück?
5.Fällt es Ihnen schwer, in der Freizeit wirklich abzuschalten?
6.Haben Sie körperliche Beschwerden, für die Ärzte keine Ursache finden?
7.Nehmen Sie mehr Kaffee, Alkohol oder andere Substanzen zu sich als früher?
8.Fühlen Sie sich innerlich leer oder gefühllos?
9.Haben Sie das Gefühl, Ihre Arbeit hat keinen Sinn mehr?
10.Können Sie nachts nicht gut schlafen, obwohl Sie tagsüber erschöpft sind?
Auswertung
Wenn Sie 3–5 Fragen mit Ja beantwortet haben: Nehmen
Sie das als Signal und achten Sie verstärkt auf sich. Erste Maßnahmen
zur Entlastung sind sinnvoll.
Wenn Sie 6 oder mehr Fragen mit Ja beantwortet
haben: Bitte suchen Sie zeitnah professionelle Unterstützung. Sprechen
Sie zunächst mit Ihrem Hausarzt, der Sie ggf. an Fachleute
weiterverweisen kann.
Maslach Burnout Inventory
Das wissenschaftlich am besten validierte Messinstrument für Burnout ist das Maslach Burnout Inventory (MBI).
Es erfasst drei Dimensionen: emotionale Erschöpfung, Depersonalisierung
(innere Distanzierung) und das Erleben persönlicher Wirksamkeit. Das
MBI wird von Fachleuten eingesetzt – fragen Sie Ihren Therapeuten
danach.
Mehr zu den konkreten Anzeichen finden Sie auf der Seite Burnout Anzeichen.