Ernährung und Burnout
Gute Ernährung ist ein wichtiger Faktor bei der Burnout Behandlung. In der Erschöpfung verändern sich die Essgewohnheiten oft ungünstig: Man greift zu Koffein, Zucker und Alkohol, isst unregelmäßig oder hastig, vernachlässigt die Mahlzeiten.
Was chronischer Stress mit dem Körper macht
Chronischer Stress erhöht den Bedarf an bestimmten Nährstoffen. Gleichzeitig greifen viele Betroffene zu Substanzen, die kurzfristig Erleichterung bringen, langfristig aber belasten:
- Koffein steigert kurzfristig Aufmerksamkeit und Leistung – fördert aber Schlafstörungen und verstärkt die Stressreaktion
- Zucker gibt einen schnellen Energieschub – gefolgt von einem Absturz, der Erschöpfung verstärkt
- Alkohol wirkt kurzfristig entspannend – stört aber den Schlaf und belastet Leber und Nervensystem
Was tut gut?
- Regelmäßige Mahlzeiten: Der Blutzucker bleibt stabil, das Nervensystem wird beruhigt
- Magnesiumreiche Lebensmittel: Nüsse, Samen, grünes Blattgemüse, Vollkornprodukte
- B-Vitamine: Wichtig für den Energiestoffwechsel und das Nervensystem (Hülsenfrüchte, Vollkorn, Eier)
- Omega-3-Fettsäuren: Fisch, Leinöl, Walnüsse – unterstützen das Gehirn und wirken entzündungshemmend
- Ausreichend Wasser: Schon leichte Dehydrierung beeinträchtigt Konzentration und Stimmung
Labor-Check
Buchtipp
Essen als Selbstfürsorge
Essen ist auch eine Form der Selbstfürsorge. Wer sich hastig und nebenbei ernährt, gibt sich selbst keine Bedeutung. Sich Zeit für eine Mahlzeit zu nehmen – möglichst ohne Bildschirm, möglichst in Ruhe, ist eine einfache und sehr wirkungsvolle Geste der Selbstfürsorge.